SC Markdorf 1910 e.V.

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„Hipp-hipp-hurra“ am Bahnhof

Besonders interessant sind auch die Anfahrten zu den gegnerischen Mannschaften

gewesen. Bei Spielen z. B. in Rielasingen, Hilzingen oder Arlen fuhr man mit der Bahn

bis Singen und ging dann zu Fuß zum Spielort weiter und auch wieder zurück. Dabei

musste morgens mit dem ersten Zug hin- und abends mit dem letzten Zug

zurückgefahren werden. Üblich war bei allen Vereinen, dass die Gastmannschaft

bei Ankunft auf dem Bahnsteig mit einem kräftigen „Hipp-hipp-hurra“ vom Platz-

verein begrüßt wurde. Dasselbe geschah wieder bei der Abreise. Teilweise wurden die

Fahrten mit Fahrrädern und vor allem mit Pferdefuhrwerken über weite Strecken

gemacht. Eine Fahrt zu einem Spiel nach Pfullendorf ist auch noch bekannt:

Von Markdorf mit der Bahn über Friedrichshafen - Aulendorf - Schwackenreute. Die

mitgenommenen Fahrräder trugen die Spieler abends wieder heim. Es wäre nicht

möglich gewesen, am gleichen Tag mit der Bahn wieder heimzukehren. Nie haben derlei

Fahrtstrapazen unsere Fußballer weich gekriegt. Auf dem Platz gab es nur noch das

Spiel.  (Bublin Emil: „Die Bälle müssen sausen“.)

Krise bis 1934

Die Arbeitslosenzeit in den Jahren 1929-1932 zwang den Verein, die Mannschaft aus der

Verbandsrunde zurückzuziehen. Die wirtschaftliche Not wurde zeitweise ungeheuer

und es war wirklich nicht mehr möglich, den Spielbetrieb in größerem Umfang aufrecht

zu erhalten. Es galt vor allem, den Sportplatz durch vieles Trainieren dem Verein zu

erhalten, da er sonst wieder als Wiese den Bauern zurückgefallen wäre.

Die wenigen Markdorfer Spieler, die noch in Lohn und Brot standen, konnten einfach nicht mehr das Geld für ihre Mannschaftskameraden aufbringen um diese finanziell zu unterstützen

DJK Markdorf

Die bessere Mannschaft als der FC Markdorf  hatte etwa 1930 – 1933 die DJK Markdorf. Mit den Spielern

Rudi Kuttin, Ernst Kuttin, Siegfried Thoma, Karl Wegmann, Arthur Frank, Karl Rauch, Karl Vestenik, Maximilian Beck, Josef Ehrmann, Georg Rathgeb, u.a.m.

konnte mancher beachtenswerte Erfolg gebucht werden. Dreimal nacheinander wurde die Meisterschaft errungen. Durch die politischen Ereignisse 1933 wurde die DJK Markdorf aufgelöst. Die Spieler traten größtenteils zum FC Markdorf über und waren zunächst auch wieder die Träger der Mannschaft.

Entwicklung 1934 – 1944

Ab 1934 spielte wieder eine reguläre FC-Mannschaft in der Kreisklasse. Diese war

damals sehr stark. Durch die industrielle Entwicklung in Friedrichshafen wurde eine

große Anzahl Arbeitskräfte aus ganz Deutschland an den Bodensee gezogen und haben

z.T. in Markdorf Fußball gespielt. In den Jahren 1934 – 1938 spielte für den FC mit

einigen Abweichungen folgende Mannschaft:

 

Deininger Karl, Uricher Hermann, Knopp Jupp, Thoma Siegfried, Sailer Ernst, Klein-

hans Albert, Klotz Max, Walser Emil (1999 verstorbener Ehrenvorsitzender), Schmid

Vinzenz, Boden Adolf, Dannegger Paul.

25-jähriges Jubiläum abgesagt

Im Jahre 1935 sollte ein Pokalturnier von Aktiven- und Juniorenmannschaften

in kleinem Rahmen zum 25-jährigen Jubiläum begangen werden. Der anfänglich

festgesetzte Termin musste infolge des Reichsjugendtages vom 30. Juni verlegt werden.

Ein Gesuch bei der Gaugeschäftsstelle des Deutschen Fußball-Bundes, während der

Sommerspielsperre (01. Juli bis 15. August) die Genehmigung zur Durchführung des

Jubiläums zu erhalten, wurde abgelehnt. Der neu festgesetzte Termin am Sonntag, 18.

August, musste ebenfalls abgesagt werden, da die eingeladenen Vereine allesamt schon

anderweitige Spielabschlüsse getätigt hatten. In Anbetracht der bevorstehenden

Verbandsspielrunde sah sich die Vorstandschaft veranlasst, das 25-jährige Jubiläum

schweren Herzens abzusagen.

 

1939 wurde wieder einmal  die Politik vom Teufel geritten und es galt abermals zu marschieren. Im Verein blieben nur diejenigen Spieler zurück, die in ihren Betrieben unabkömmlich waren. Hinzu kamen, wie schon erwähnt, sehr viele fremde Spieler, die durchaus in der Lage waren eine sehr starke Mannschaft zu stellen. So gelang 1941 der Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksklasse, in der die Mannschaften  FC Konstanz, VfR Konstanz, Germania Radolfzell, FC 04 Singen, FC Radolfzell und der FC Gottmadingen spielten. Die Spielstärke dieser Klasse war nach heutigen Begriffen sehr stark. Das geht schon aus der Zusammensetzung der Klasse hervor.

Bezirksklasse II Hegau – Bodensee; Saison 1942/43

Stehend v.l.: Karl Rendle, Sebelka, Lambert, Jack Mühlenberg, Karl Deininger, Bernhard Strobel, Erwin Knoblauch, Heinrich Muffler

Kniend v.l.: Adolf Boden, Werner Jansen, Karl Vogt

Und da war es fast so weit: Germania Radolfzell und der FC Markdorf lagen punktgleich vor dem letzten Spiel an der Tabellenspitze. Nur das Torverhältnis entschied am Ende für die Radolfzeller Soldaten- Mannschaft. Diese unvergessliche Markdorfer Mannschaft der Kriegsjahre trat lange Zeit in folgender Aufstellung an:

 

 

 

Die Mannschaft:

 

Uricher

 

Muffler          Schrod

 

Görtz          Mühlenberg          Böffert

 

Deininger          Sebelka          Strobel B.          Neumann          Knoblauch

 

 

 

 

 

So wurde bis 1944 weitergespielt. Wegen der katastrophalen Ernährungslage im Jahre

1944 wurde noch vor Kriegsende die Sportplatzanlage zu Kleingärten umgerodet. Der

FC Markdorf nahm ab diesem Zeitpunkt nicht mehr an den Verbandsspielen teil.

Damit war auch das Vereinsleben bis Kriegsende erstickt.




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© Letzte Änderung am: 21.10.2011