SC Markdorf 1910 e.V.

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Gründung und Anfänge

Etwa in den (18)90er Jahren hielt das Fußballspiel als neuer Sport, aus Old- England kommend, seinen Einzug auf dem Kontinent. Bereits vor der Jahrhundertwende wurden die ersten gut fundierten Vereine in Deutschland gegründet. In den gleichen Jahren gab es die ersten regionalen Fußballverbände. Sogar eine „Bundesmannschaft“ ging 1895 auf die Reise. Wohl zu keiner Zeit dürfte ein neuer Sport in solch kurzer Zeit die Massen erfasst haben. So war es also in der Karwoche 1910, als „König Fußball“ (damals noch ein kleiner König) auch in Markdorf anklopfte. In der damaligen Metzgerei Fritz Merk (heute Seitz) waren die Freunde Wilhelm Fleck, Anton Hübschle, Adolf Schmid und Fritz Merk beieinander und kickten eine „Saubloder“ an den Wänden hoch. Dieses Gekicke fand solchen Gefallen, dass die vier Kollegen das Geld zusammenlegten und sich in Friedrichshafen einen „echten“ Fußball kauften. Damit war der Funke des Vereins entzündet. Als treibende Kräfte erwiesen sich alsbald Anton Hübschle und der Junggeselle und Lehrer Adolf Schmid. Bereits nach wenigen Wochen, am Donnerstag den 05. Mai 1910, fand im Gasthof „Bahnhof“ die Gründungsversammlung des FC Markdorf statt. Diese Versammlung wählte ihren Freund und Gönner Adolf Schmid zum ersten Vorstand des neuen Vereins.

 

Gründungsmitglieder des

FC Markdorf 1910

 

 

Fleck Wilhelm

Fliegenschmid Paul

Hübschle Anton

Mattes Franz

Mayer Ernst

Mayer Josef

Ruh Erwin

Merk Fritz

Merk Hermann

Miller Karl

Morath Johann

Ohren Ernst

Schmid Adolf

 

 

 

 

Markdorfs Fußballer standen jetzt vor mannigfachen Problemen. Man brauchte einen Platz, Kleidung, Geräte usw. Die Frage des Platzes war bald gelöst.

Der wohlgesinnte Landwirt Wilhelm Mölch stellte den Sportlern eine Wiese zur Verfügung. Die selbst gezimmerten Tore waren noch transportabel. Man stellte sie für die Zeit des Spiels auf und nahm sie danach wieder mit nach Hause. Das erste „richtige“ Spiel des Vereins fand hier gegen Radolfzell statt und zwar noch im Jahre 1910. Die Mannschaft jener Jahre ist auf dem nachstehenden Bild festgehalten.

Stehend v. l.:              E. Mayer, F. Merk, E. Ruh, A. Hübschle, H. Merk,

J. Mayer, W. Fleck, W. Haag

Sitzend v. l.:               O. Alter, P. Fliegenschmid, K. Miller

Pflichtspiele wurden verständlicherweise noch keine ausgetragen. Es war erst einmal

nötig, sich einige Spielkenntnisse anzueignen.

 

Um 1912 kaufte Vorstand Schmid aus eigener Tasche für 2000.-Mark den ersten Platz

für den Verein. Der Platz war unterhalb der Bahnlinie (bei der jetzigen Bernhardstras-

se) gelegen. Es muss noch festgehalten werden, dass die Bevölkerung gegenüber den

ersten Fußballern sehr skeptisch war. Wenn die Spieler in ihrem blau- weißen Dress,

der damals noch über die Hose getragen wurde, zum Sportplatz zogen, wurden sie die

„Halbnackigen“ genannt und hatten auch manch anderes Schmähwort zu hören. Der

Verein hatte zu jener Zeit auch eine Theatergruppe, die unter Regisseur Hübschle von

Zeit zu Zeit im „Ochsen-Saal“ auftrat.

 

Am Sonntag, 17. August 1913 veranstaltete der FC Markdorf 1910 e.V. die ersten

nationalen olympischen Wettkämpfe am Sportplatz beim Bahnhof. Vormittags wurden

die Gäste mit Musik abgeholt, die Startnummern vergeben und danach mit den

Wettkämpfen begonnen. Für Markdorf gingen mit folgenden Nummern an den Start:

Nr. 5 Fritz Baumgärtner, Nr. 7 Willy Fischer, Nr. 33 Anton Hübschle, Nr. 41 Hermann

Böhler, Nr. 42 Otto Maher und Nr. 43 Adolf Liz.

Nach dem Mittagessen wurden die Entscheidungskämpfe ausgetragen und danach die

Ehrungen abgehalten. Teilnehmende Vereine waren u.a. FC Konstanz 1900, 1. FC

Friedrichshafen, Münchner Sportclub, FC Phönix Allemania Karlsruhe, Techniker

Sportverein Konstanz, Kraftsportverein Germania Weingarten, Ruderverein Neptun

Konstanz und Athleten- Club Überlingen.

Abends fand dann ein Festball im Hotel Ochsen statt unter Mitwirkung eines Teils der

Stadtmusik Markdorf.

 

Am Sonntag, 24. August 1913 um 4 Uhr nachmittags fand ein Fußball- Wettspiel

zwischen dem SV Gablenberg 1908 und dem FC Markdorf 1910 auf dem Sportplatz des

FC Friedrichshafen statt. Im Vorbericht wurde geschrieben:

Gablenberg ist eine gute Mannschaft und Meister in der B- Klasse seines Bezirks.

Markdorf wird seine Kräfte zusammenraffen müssen um nicht seinen guten Ruf zu

verlieren. Das Spiel wird sehr spannend und empfiehlt sich ein Besuch in

Friedrichshafen.

Nach dem ersten Weltkrieg

1914 wurde der Großteil der jungen Leute unter die Fahnen gerufen, sodass während

des ersten Weltkriegs der Spielbetrieb praktisch ruhte. Nach Kriegsschluss im

November 1918 dauerte es dann nicht all zu lange bis man sich wieder zusammenfand.

Spiele konnten allerdings noch keine ausgetragen werden, da die Krieger erst im

Sommer und Herbst 1919 zurückkehrten. In dieser Zeit übernahm Anton Hübschle das

Ruder des Vereins und wie wir sehen, mit großem Geschick. 1919 trat der FC Markdorf

zur ersten Verbandsrunde der damaligen (ungefähren) C- Klasse an, in der etwa drei

Jahre gespielt wurde. Das Fußballspiel war inzwischen wesentlich populärer geworden

als noch vor dem Krieg und das Interesse der (Land-)Bevölkerung war doch ein wenig

wach geworden.




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© Letzte Änderung am: 21.10.2011